Natalie – Endstation Babystrich (1994)

Natalie (Anne-Sophie Briest) hat’s schon echt schwer. Ihre Eltern Nina Hoger, Udo Schenk) vernachlässigen die 14 Jährige und kümmern sich nur um die Asthmakranke kleine Schwester Vanessa (Annekathrin Lange) und Geld für Klamotten, Schmuck und alles was Teenager so brauchen hat sie auch nicht. Bei ihrem ersten Ladendiebstahl kommt sie nur deswegen ohne Probleme davon, weil Herr Teuchert der Ladendetektiv, der Vater ihrer Schulfreundin Susanne ist mal beide Augen zudrückt. Auf Anraten von Marion einer anderen Schulkollegin landet sie schließlich beim schmierigen kleinen Wichsbildchen Photograf Blende (Oliver Korittke). Als das kleine Flittchen dann aber halbnackt vor der Kamera steht kriegt sie kalte Füße und zerstört auf ihrer Flucht aus dem Studio eine teure Kamera. Mir nichts dir nichts versucht Natalie die kleine Schlampe dann im Kaufhaus eine Kamera zu stehlen. Herr Teuchert schnappt sie wiederum und man erfährt, dass dieser eigentlich auch ein perverses Schwein ist und es am liebsten mit der Minderjährigen treiben würde und zu Hause ganz gerne selbst Tittenheft liest. Natalie soll letzten Endes das Geld bei Blende „abarbeiten“ und lernt dabei dem netten Nico kennen. Dieser imponiert der kleinen Hure ganz schön mit seinem Geld. Nach einem weiteren Streit zu Hause flieht Natalie zu ihm und lässt sich erstmal von ihm entjungfern. Aber es stellt sich raus, dass der nette Nico nicht so ganz nett ist wie er tut. Denn er hat (angeblich) jede Menge Schulden und schickt Natalie auf den Babystrich um diese für ihn abzuarbeiten.

„Endstation Babystrich“! Reißerischer geht es wohl nicht. Sat.1 bietet mit Natalie 1, einen familienfreundlichen Exploitation Film, der an Langeweile, Vorhersehbarkeit, Klischee und dämlicher Dramaturgie nicht zu überbieten ist. Es spielen höchstens 5 Minuten des Films auf dem im Titel versprochenen Babystrich und wer denkt der Film böte minderjährige Nutten oder wenigstens sinnlose Nacktszenen um den Zuschauer bei der Stange zu halten irrt. Anne-Sophie Briest, die beim Dreh 20 Jahre alt war ist erstens total unerotisch, zweitens so gut wie nie irgendwie freizügig zu sehen und drittens sowieso so hochgradig untalentiert, dass man sie wenn man darüber nachdenkt gar nicht nackt sehen will. Wer nackte Schülerinnen sehen will sollte lieber bei Schulmädchenreport bleiben. Gäbe es in dem Film wenigstens einen Hauch von Spannung oder wäre er nur minimal glaubwürdig, könnte man vielleicht ein gutes Wort über ihn verlieren. Aber da hier sogar der Sachverhalt der Kinderprostitution total verharmlost und fürs TV Publikum weichgespült wird, bleibt der Film ein einziges großes Ärgernis. Höchstens die unfreiwillige Komik, das nicht Vorhandene Talent von Anne-Sophie Briest und die schrecklichen 90er Jahre Klamotten sorgen für ein Minimum an Unterhaltung.

Schlimm genug, dass der Film noch einige Fortsetzungen nach sich zog.

Darsteller:

Anne-Sophie Briest …. Natalie Schneider

Nina Hoger …. Elke Schneider

Udo Schenk …. Peter Schneider

Annekathrin Lange …. Vanessa Schneider

Volkert Kraeft …. Georg Teuchert

Falk Willy Wild …. Nico Habich

Melanie Rühmann …. Marion

Tobias Nath …. Max

Barbara Kramer …. Susanne Teuchert

Oliver Korittke …. ‘Blende’, the Photographer

Hans Zürn …. Teacher Binner