Good Morning… and Goodbye! -aka- Wie die Mütter so die Töchter (1967)
„Wie würden sie folgendes Definieren? Nymphomanie, Degoutieren, Deflorieren, Ejakulation, Voyeurismus, Hedonist, Bacchant? Ich würde das etwa son nennen: Mannstollheit, Untreue, ein Mädchen zu einer Frau machen, Höhepunkt, Spaß am zusehen, geliebte für alle, Lüstling, sinnliches Trinkgelage. Alle diese Dinge kommen in unserem Film vor.“
Gut zu wissen! Wir befinden uns in einem Russ Meyer Film und die Party kann losgehen.
Angel ist ein mannstolles Weib, wenn sie nicht gerade in einem kleine Waldessee nackt baden geht, betrügt sie ihren reichen, aber impotenten Ehegatten Burt mit so ziemlichen jedem Kerl aus dem Ort. Ihre jetzige Affäre hat aber wiederum eine Affäre mit einer anderen verheirateten Frau. Burts blondes Töchterlein bandelt unterdessen mit irgendeinem hohlen Jungen an, so dass Burt siech wirklich sorgen um sie machen sollte. Aber auch andere haben Probleme. So treibt es Stone auch noch mit der Frau seines Arbeitskollegen. Außerdem gibt es da noch eine nackte Hexe, die versteckt im Wald lebt und alles zu beobachten scheint.
„Der König der Sexfilme“ Russ Meyer zeigt in diesem Film zwar nicht ganz so viel Haut wie man vielleicht denken würde, aber dass stört kein wenig, da der Film (Neben den riesenhaften Brüsten der Darstellerinnen) andere Qualitäten hat. Der Film preist die Einheit von Sex und Liebe an und verteilt Seitenhiebe auf spießige Moral und allein die Tatsache, dass sich eine unbefriedigte Ehefrau ihr Sexualleben selbst in die Hand nimmt, dürfte 1967 schon ein kleiner Skandal gewesen sein. Zudem noch jede Menge lustige Momente die einen bestens unterhalten und wie sehr Russ Meyer vor Kreativität strotzt erkennt man schon bei den Eröffnungscredits auf den Briefkästen. Außerdem hat der Film den ganz speziellen Russ Meyer Charme, dem man einfach erliegen muss und Atmosphäre wird erheblich beeinflusst vom klasse Soundtrack. Zum Finale gibt es dann sogar eine richtige staubige, blutige Schlägerei und eine Belehrung dass man um, dass was einen lieb ist kämpfen muss.
Darsteller:
Toby Adler …. Betty
Alaina Capri …. Angel Boland
Karen Ciral …. Lana Boland
Haji …. The Catalyst
Tom Howland …. Herb
Don Johnson …. Ray
Stuart Lancaster …. Burt Boland
Joe Perrin …. Narrator
Carol Peters …. Nude
Sylvia Tedemar …. Go-go Dancer
Megan Timothy …. Lottie
Patrick M. Wright …. Stone (as Patrick Wright)
Regie:
Russ Meyer
Alternativtitel:
Confessions of a Sexy Supervixen (UK)
The Lust Seekers (UK)
Bonjour et au revoir (Belgium: French title) [fr]
Buenos días… ¡y adiós! (Venezuela) [es]
Guten Morgen… und auf Wiedersehen (West Germany) [de]
