Wu Ji – The Promise (2005)

Auf mit Leichen übersätem Schlachtfeld versucht ein kleines Mädchen sein überleben zu sichern und stiehlt den toten Soldaten die Stiefel und entreißt ihnen den Rest Nahrung den sie noch in ihren kalten toten Händen umklammern. Bei diesem Raubzug geht das Mädchen einem kleinen Jungen in die Falle, dem sie versprechen muss seine Sklavin zu werden, wenn er sie aus der Alle befreie. Durch eine Lüge schafft es das Mädchen den Junge zu überlisten und kann fliehen. Darauf trifft das Mädchen die Göttin Manshen, die ihm einen Handel mit dem Schicksal vorschlägt. Dafür, dass das Mädchen niemals glücklich lieben wird, wird es in Luxus leben und niemals mehr Entbehrungen fürchten müssen. Das Versprechen kann nur dann Rückgängig gemacht werden, wenn die Toten wieder zum Leben erweckt werden, die Zeit rückwärts läuft und der Winter auf den Frühling fällt.

Jahre später herrscht abermals Krieg im Königreich. General Guangming steht mit seinen 3000 Soldaten einer 20000 Mann starken Übermacht von Barbaren gegenüber. Zur Verstärkung kauft er von einem Einheimischen eine Gruppe von Sklaven, die die erste Angriffswelle aufhalten soll. Sklaven können zwar weder stehen, geschweige denn kämpfen, sondern nur kriechen, aber als die Barbaren ihnen eine riesige Herde Stiere entgegenschicken, die alles platt trampelt, was sich ihnen in den Weg stellt, hilft auch das weglaufen ihnen nicht mehr. Die fliehenden werden von General Guangming Bogenschützen niedergemacht. Einzig der Sklave Kunlun schafft es durch seine über menschliche Geschwindigkeit seinen Herren zu retten und leitet in einem Zug die Stierherde zurück zu den Barbaren, die so von ihrer eigenen Waffe geschlagen werden, so dass der General den Sieg davon tragen kann. Er beschließt Kunlun auf Grunde seiner besonderen Begabung in seien Dienste aufzunehmen und muss sich direkt nach seinem Sieg zusammen mit diesem auf in die Hauptstadt machen, welche von Wuhuan eingenommen wurde. Auf dem Weg dorthin verirren sich der General und Kunlun jedoch in einem Wald und der General wird von dem Blitzschnellen Attentäter Schneewolf schwer verletzt, so dass er unmöglich dem König zur Hilfe eilen kann. Er befiehlt seinem Sklaven seine rote Rüstung anzuziehen und dies an seiner Stelle zu tun. In der Hauptstadt wartet der König sehnlichste auf Rettung. Nur seine schöne Konkubine Prinzessin Qingcheng vermag Wuhuans Soldaten milde zu stimmen. Doch als der König von ihr verlangt sich auszuziehen um so di Männer auf ihre Seite zu ziehen stellt sie sich gegen den König, welcher daraufhin so in Wut gerät, dass er seien Konkubine töten will. In diesem Augenblick reitet Kunlun, die rote Rüstung tragend, in der Hauptstadt ein. Doch anstatt den König zu retten, ermordet er diesen und befreit stattdessen Qingcheng. Auf der Flucht wird er jedoch von Wuhuan gestellt. Dieser verspricht ihm, die Prinzessin am Leben zu lassen wenn er sich von der Klippe den Wasserfall hinunterstürze. Den Sprung überlebt er jedoch und so macht er sich auf zu seinem Meister dem General, welcher jetzt von den Truppen für einen Mörder gehalten wird. In dieser misslichen Lage schleißt auch er eine Wette mit der Göttin Manshen ab. Er wettet, dass er seien rote Rüstung weiterhin tragen werde und Qingcheng ihn lieben werde. Um dieses zu erreichen schickt er seinen Sklaven los sie aus ihrem goldenen Käfig in der Hauptstadt zu befreien. Die Flucht gelingt, doch Qingcheng, die glaubt den General, als ihren wahren Retter zu lieben möchte diesen lieber verlassen anstatt ihn auf Grund ihres Fluchs ins Unglück zu stürzen. Sie kann vom Gegenteil überzeugt werden und will einfach ein glückliches Leben mit General Guangming führen. Doch gerät er nun in eine Falle des brutalen Wuhuans, der seinen größten Feind ganz und gar besiegen will. Währenddessen erfährt Kulun von Schneewolf, dass er ein Mensch aus dem Land des Schnees welches von Wuhuan einst abgeschlachtet und ausgerottet wurde. Schneewolf verriet damals sein Volk und wurde Wuhuans Attentäter. Kunlun entschließt sich, sich Wuhuan zu stellen, Qingcheng zu retten und das Schicksal zu ändern.

Ganz großes Kino aus dem Reich der Mitte! Wu Ji – The Promise ist ein großartiges, Fantasy Märchen das neben traumhaften Bildern, einer epischen Schlacht, geil koreografierten Kämpfen auch noch jede Menge Gefühl bietet. Nachdem märchenhaften Prolog, beeindruckt die Schlacht gegen die Barbaren durch Ideenreichtum, auch wenn man ein wenig an den Herrn der Ringe erinnert wird. Was aber nicht stört, da dort einfach Maßstäbe gesetzt wurden. Die anstürmende Stierhorde ist einfach wirklich beeindruckend, (wobei ich irgendwie an Stierrennen von Pamblona, Asterix in Amerika und die Stierskelette aus Serious Sam 1 denken musste^^). Nach der Schlacht beherrschen dann eher Material Arts Kämpfe wirklich phantastische Bilder das geschehen. Wenn Kunlun die Prinzessin in ihrem Federkleid aus ihrem goldenen Käfig befreit oder mit Schneewolfs Hilfe zur Mauer der zeit gelangt, an ist dass (zumindest auf der großen Leinwand) wirklich beeindruckend. Auch die Landschaftsbilder tragen einiges zur wunder schönen Atmosphäre des Films bei. Was die Story des Films angeht, kann man ein bisschen zwigespalten sein. Da es sich in Teilen doch um eine Liebesgeschichte handelt kann, man sich am Ende vielleicht vor den kopf gestoßen fühlen. Aber wenn man bedenkt, dass es eher um das Schicksal und wie man es nutzt geht, kann man schon verstehen, was die Aussage des Films seien soll. Lediglich die Tatsache, dass Wuhuan einst sein Vertrauen in die Menschen verloren hat weil Qingcheng in einst belog und er deshalb ein solch schrecklicher Feldherr wurde, wirkt schon ein bisschen lächerlich (Gelächter im Kino). Aber ansonsten kann man Wu Ji – The Promise wirklich genießen und sich sicher sein, dass dieser bisher teuerste chinesische Film, nicht das letzte Kinoerlebnis seien wird, das uns aus der Volksrepublik erwarten wird.

Darsteller:

Dong-Kun Jang …. Kunlun

Hiroyuki Sanada …. General Guangming

Cecilia Cheung …. Princess Qingcheng

Nicholas Tse …. Wuhuan

Ye Liu …. Snow Wolf

Hong Chen …. Goddess Manshen

Cheng Qian …. The Emperor

Regie:

Kaige Chen

Veröffentlicht unter Film und Kino

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