The Hills have Eyes

Eine Familie macht sich mit samt Wohnmobil auf nach Kalifornien und da Familienoberhaupt Big Bob jetzt wo er pensioniert ist, doch unbedingt die Wüste sehen will, fährt man mit Sack und Pack durch die Einöde. Ein Tankstellenwart gibt ihnen den Tipp, doch eine Abkürzung fernab der markierten Strasse zu nehmen, wodurch sie mehrere Stunden Fahrt sparen könnten. Doch tief in der Wüste, wo ein Atomtests stattfanden, leben degenerierte Eingeborene, die anstatt ihre Heimat zu verlassen, in Höhlen unter der Wüste Schutz vor der nuklearen Explosion suchten. Durch die Strahlung sind sei mutiert und zu Kannibalen geworden, die nichts lieber tun, als ahnungslose Durchreisende abzuschlachten und zu verspeisen.

Ich gebe es ganz ehrlich zu, ich hatte mit von der Neuverfilmung des Wes Craven Frühwerks The Hills have eyes durch High Tension Macher Alexandre Aja ein bisschen mehr erwartet. Der Film ist zwar um längen besser, als z.B. Wrong Turn oder Texas Kettensägenmassaker 3, aber verschwendet leider an manche Stellen sein Potential. Man lässt sich zwar viel Zeit damit die Figuren zu charakterisieren, aber das ändert nichts daran, dass der „Held“ am ende doch absolut farblos bleibt. Was bei weitem jedoch mehr stört, ist dass nach dem ersten Überfall der Kannibalen (der wirklich verdammt gut in Szene gesetzt ist) fast 20 Minuten nicht wirklich etwas passiert. Der Film ist mit 107 Minuten definitiv zu lang. Zwischendurch wären Kürzungen wirklich förderlich und würden dem Film wesentlich mehr Elan geben. Schade ist auch, dass die meisten Morde arg unkreativ inszeniert sind. Es wird zwar viel gezeigt, aber leider spricht das einen recht wenig an. Fast am meisten gestört hat mich aber das kleine „liebe“ Kannibalenmädchen, das der Familie hilft. Sie ist ähnlich fehl am Platz wie der kleine junge im TCM Remake. Überhaupt ist klar, dass dieses Survival Movie sich stark an TCM orientiert. Der schlimmste Schnitzer, der sich bei The hills have Eyes jedoch geleistet wird, ist der viel zu niedrige Bodycount. Ein paar mehr Leichen hätten echt drin seien können. Es klingt zwar jetzt so, als sei der Film total scheiße, aber so schlimm ist es nicht. Hier wurde einfach versucht gerade keinen allzu platten und reißerischen Teeniehorror zu inszenieren. Nur leider ist der Versuch noch zu unausgereift um wirklich zu funktionieren. Was schade ist, denn wenn man den Wohnwagen durch die menschenleere Wüste fahren ist die Atmosphäre fast noch besser als wenn wirklich Spannung aufgebaut wird.

Übrigens: Der Film wurde in Marokko gedreht.

Darsteller:

Michael Bailey Smith …. Pluto

Tom Bower …. Gas Station Attendant

Ted Levine …. Big Bob

Kathleen Quinlan …. Ethel

Dan Byrd …. Bobby

Emilie de Ravin …. Brenda

Aaron Stanford …. Doug

Vinessa Shaw …. Lynn

Maisie Camilleri Preziosi …. Baby Catherine

Robert Joy …. Lizard

Laura Ortiz …. Ruby

Ezra Buzzington …. Goggle

Billy Drago …. Papa Jupiter

Desmond Askew …. Big Brain

Regie:

Alexandre Aja

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