Jäger der Apokalypse

Irgendwie bin ich ein bißchen auf den Kriegsfilm Geschmack gekommen.^^ Januar 1973, dicht vor Saigon. Nachdem in einem vietnamesischen Bordell Captain Henry Morris (David Warbeck) bester Freund auf Grund von vietnamesischer Feindpropaganda Amok gelaufen ist und anschließend Selbstmord begangen hat, meldet sich Morris freiwillig für einen Geheimauftrag. Er lässt sich mitten Vietcong Feindgebiet absetzten wo er auf eine Gruppe amerikanischer Soldaten und die Reporterin Jane Foster (Tisa Farrow) trifft. Mit diesen quält er sich durch den Dschungel, bis es zum ersten Zusammentreffen mit dem Vietcong bzw. Charlie kommt. Nach dem Gefecht geht die kleine Dschungelsafari weiter bis einer der Soldaten von einer von Charlies fiesen Stachelfallen aufgespießt wird. Wenig später erreicht die Gruppe den tief im Dschungel gelegen Stützpunkt von Major Cash (John Steiner), der alle Mühe hat die Moral seiner Soldaten aufrecht zu erhalten. Als einige Soldaten versuchen Jane zu vergewaltigen lässt Major Cash als disziplinarische Maßnahme einen seiner Soldaten durch das Charlie verseuchte Gebiet rennen um ihm Obst zu holen. Cashs Führungsstärke bringt aber relativ wenig als sich in den unterirdischen Teil des Stützpunkts gräbt und dort für ordentliche Action sorgt. Captain Morris überlebt, wird aber kurz darauf vom Vietcong geschnappt, in das Vietconglager gebracht, wo auch Jane fest gehalten wird und in einen Unterwasser Rattenkäfig gesteckt. Entweder haben die Italiener ähnlich wie die Amerikaner ein ganz furchtbar böses Vietnam Trauma, oder sie haben einfach „Apocalypse Now“ und „The Deer Hunter“ aka „Die durch die Hölle gehen gesehen und sich gedacht: „Hey, das können wir auch!“. Ich denke mal das zweite trifft zu. Doch auch wenn „Jäger der Apokalypse“ sich nicht wirklich die Mühe gibt den Anspruch der Vorbilder auch nur im Ansatz gerecht zu werden, macht dieses rip-off extrem viel Spaß. Die wenigen daher gesagten Sätze über die Gräuel des Krieges sind dabei eher unterhaltsam als irgendwie erschütternd. Der ganze Rest ist Kriegs und Abenteuer Action durchzogen von Machosprüchen und ein paar billigen Vietnam Klischees. Man könnte zwar jetzt noch hundert Sachen aufzählen, die den Film irgendwie schlechter machen, aber wer ein bisschen hohlen Kriegsspaß frei von Schuld und Hirn haben will der ist bei „Die Jäger der Apokalypse“ bestens bedient.Tisa Farrowist spielte übrigens auch in Antropophagus die Hauptrolle.

Getagged mit: ,
Veröffentlicht unter Film und Kino

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

Dezember 2005
M D M D F S S
« Nov   Jan »
 1234
567891011
12131415161718
19202122232425
262728293031  
Seiten