Freitag der 13. Teil 10 – Jason X

Da man Jason Voorhees bekanntermaßen so schlecht unschädlich machen kann, soll er nun eingefroren werden, um das Problem zu vertagen. Einige Leute (unter anderem David Cronenberg!) sind sich der Gefahr jedoch nicht bewusst und wollen ihn aus dem Crystal Lake Research Facility herausholen um weitere Experimente mit ihm anzustellen. Schlechte Idee. Jason kann sich befreien und sich wieder ans morden machen. Die sexy Wissenschaftlerin Rown schafft es so grade noch Jason in die Cryo Tiefkühlkammer zu locken und ihn dort einzufrieren. Dummerweise friert sie gleich mit ein. Im Jahr 2455 werden die beiden von einem Professor und seinen Studenten entdeckt und auf ihr Raumschiff gebracht. Dort wird Rowan wieder zum Leben erweckt und man versicht ihr Jason sei tot. Dem ist natürlich nicht so und der gute Herr Voorhees kann wieder seine Kunst praktizieren, von der er über die Jahrhunderte nichts verlernt hat.

Jason Voorhees in der Zukunft und im Weltraum? Bei dem Gedanken werden bei den meisten Horrorfreunden bestimmt schlimme Erinnerungen an Hellraiser 4 wach. Zu unrecht! Jason macht auf dem futuristischen Raumschiff eine erstaunlich gute Figur und der Zuschauer ist froh mal was anderes als immer nur Crystal Lake zu sehen (wenn man von seiner Schiffsreise nach New York mal absieht). Das Design des Raumschiffs ist überaus gut gelungen und es kommt echte Sc-Fi Atmosphäre rüber. Daneben ist New Line Cinema jedoch der klassischen Freitag der 13. Philosophie treu geblieben. Jason metzelt alles und jeden nieder was ihm vor die Maske kommt und keiner nimmt ihn als Gefahr so richtig ernst. Die jugendlichen Studenten auf dem Raumschiff sind durch und durch sexy und tragen eine Mode, die Lust auf die Zukunft macht. Die Evolution scheint in den letzten Jahrhunderten keine größeren Sprünge gemacht zu haben, denn die Studenten und auch die Space Marien Einheit verhalten sich (wie auch sonst) ziemlich dämlich. Auch der Professor (der gerne Sado Maso Spielchen mit einer seiner Studentinnen treibt) ist eher von Geldgier getrieben als vom Wunsch nach wissenschaftlichen Erfolgen. Die Morde sind diesmal recht brutal in Szene gesetz, wenn auch nicht sonderlich kreativ. Da hätte die Zukunft mehr bieten können. Schön ist aber die Szene, in der Jason einer sexy Wissenschaftlerin zuerst den Kopf in flüssigem Stickstoff einfriert und nachher zerspringen lässt. Dafür gibt es eine Menge ganz nette Action. An einigen ausgewählten Stellen gibt es auch Humor oder ein paar nette Zitate. So will ein weibliche Cyborg unbedingt echt Nippel haben (Sie wird übrigrens später zu einer Art Latex Domina gepimpt und macht Jason ziemlich platt. Hätte man ja mal dran denken können, bevor man eine ganze Truppe Space Mariens verheizt). Aber Höhepunkt ist ganz klar die Szene auf dem Holodeck, bei der 2 Hologramm Schlampen Jason fragen: „Hey du. Möchtest du nen Bier?“ „Oder möchtest du vielleicht nen Joint rauchen?“ „Oder wir habe ein bisschen vorehelichen Sex!“ „Wir lieben vorehelichen Sex!“. Bleibt noch zu sagen, dass Jason selbst auch gepimpt wird, was zwar nicht unbedingt besser aussieht (in diesem Film sieht er sonst sehr cool aus) aber doch schön in den Sc-Fi Kontext passt.

Freitag der 13. Teil 10 – Jason X ist eine wirkliche gelungene Fortführung der Freitag der 13. Reihe, die nicht langweilig wird und auch Leute die keine Fans sind prächtig unterhält. Auch wenn die Story im Prinzip mal wieder die gleiche ist dies mit einer der besten Filme der Reihe

Veröffentlicht unter Film und Kino

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