Nightmare on Elm Street 7 – Freddy’s New Nightmare

Beim Dreh zu eines neuen Nightmare on Elm Street Teils, bei dem diesmal wieder Heather Langenkamp mitspielt, macht sich auf einmal die neue Kralle von Freddy Krueger selbstständig und schlitzt zwei Special Effekt Techniker auf. Aus diesem Alptraum erwacht Heather, die inzwischen verheiratet ist und einen kleinen Sohn namens Dylan hat. Ihr Leben könnte sonst so schön sein, wenn sei nicht von einem vermeintlich wahnsinniger Fan mit Anrufen belästigt würde. Des weiteren erfährt sie von den New Line Cinema Produzenten, dass ein neuer Nightmare on Elm Street geplant sei, bei dem sie wieder mitspielen soll. Aber als ihr Sohn beginnt sich seltsam zu verhalten und von Freddy Krueger träumt, bekommt sie es mit der Angst zu tun. Als dann auch noch ihr Mann einen tödlichen Unfall hat und seine Leiche seltsame Schnittwunden aufweißt, versucht sie erst von Freddy Darsteller Robert Englund zu erfahren was vor sich gehe. Als sie von diesem nichts erfährt sucht sie Regisseur und Freddy Krueger Erfinder Wes Craven auf um von ihm die schreckliche Wahrheit zu erfahren. Wes Craven hat ja bereits nach dem verhunzten 2. Nightmare on Elm Street Teil den Karren wieder aus dem Dreck gezogen. Ähnliches tut er hier. Obwohl Freddy Krueger im 6. Teil (mal wieder) endgültig sterben sollte, übernahm Wes Craven erneut die Regie. Er machte nicht hier nicht den Fehler den Film als Teenyslasher zu inszenieren, oder gar an die Handlung von Teil 6 anzuknüpfen. Die Idee, die original Nightmare Darsteller sich selbst spielen zu lassen, gibt dem Film eine ganz eigene Dynamik, auch wenn dass ganze an keiner Stelle dokumentarisch oder gar realer als die anderen Filme wirkt. Jedoch kommt hier eine neue Ebene in den Nightmare Kosmos. Gab es bisher nur Traum und Realität, so kommt nun noch der Film als dritte Ebene hinzu, was es dem Zuschauer noch schwerer macht sich in Sicherheit zu wiegen, wo er sich gerade befindet. Dieses wird besonders am Ende deutliche wenn Heather/Nancy sich wieder in der ELmstreet befindet, wo alles angefangen hat. Außerdem ist es ein echter Genuss, Robert Englund, Heather Langenkamp, Freddy Krueger^^, Wes Craven, etc. sich selbst spielend zu sehen. Positiv ist auch, dass Freddy hier wieder mehr im Hintergrund agiert und so dafür sorgt, dass Nightmare 7 wieder ein wirklich spannender Psycho Horror Film ohne zu viel Blut ist. Denn seine Allgegenwärtigkeit in den Vorgängern und die Art seiner Morde, haben ihn zusammen mit seinen Sprüchen doch ein wenig zum Komiker gemacht. Hier ist Freddy sozusagen das Urböse, das versucht in die Welt zu kommen und aus dem Filmkosmos auszubrechen. Dies ist wohl auch der Grund, warum Freddys Optik leicht verändert wurde. Freddy kehrt jedoch auch wieder zu seinem Ursprung als Kindheitsangst, des bösen Monsters unter dem Bett zurück was sehr gut zu dem Hänsel und Gretel Motiv passt, dass der Film aufgreift. Nightmare und Horrorfilmfans dürfen sich zudem auf jede Menge Zitate aus anderen Filmen freuen, wie z.B. „Nosferatu“, „Adams Family“ oder „Der Exorzist“. Auch die Nightmare on Elm Street Reihe selbst wird ausgiebig zitiert. So stirbt Dylans Babysitterin auf die gleiche Weise wie das Mädchen in Teil 1 und es gibt ähnlich wie in Teil 3 wieder einen von oben auf die Welt herabblickenden Freddy, der ins Geschehen eingreift. Alles in allem ist Freddy’s New Nightmare ein echt gelungener sehr erwachsener Horrorfilm, der sich viel Zeit für die Entwickelung seiner Figuren nimmt und mehr auf Spannung als auf Splatter und Teenyhorror setzt und im Vergleich zu vielen anderen Horrorfilmen auch Spielraum zur Interpretation gibt

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