Delicatessen (1991)

Um das Niveau hier mal ein bisschen nach oben zu korrigieren, habe ich mir mal Delicatessen zu Gemüte geführt. Dieser Film ist einer der bekanntesten Filme mit dem Thema Kannibalismus den es gibt.

In der Ruine eines halbzerstörten Hauses lebt ein Metzger. Da überall der totale Mangel an Lebensmittel herrscht stellt er Woche für Woche einen neuen Hausmeister ein, den er dann schlachtet und an die Bewohner des Hauses verkauft. Der neueste Hausmeister ist Louison, ein ehemaliger Clown, dessen Schimpanse von Hungernden verspeist wurde. Ganz und gar missfällt dem Metzger, dass sich seine Tochter in Louison verliebt, aber da dieser ganz geschickt ist, lässt er ihn erst noch einige Reparaturen am Haus durchführen. Des Weiteren gibt es noch eine Reihe anderer schriller Gestalten. Da wäre eine Frau die Stimmen hört und ständig versucht auf recht kreative Weise Selbstmord zu begehen, ohne dabei jedoch selbst die entscheidende Handlung zu begehen. Eine andere (wesentlich hübschere) Frau bezahlt ihre Fleischrationen, indem sie mit dem Metzger ins Bett geht. Eine Familie lebt ebenfalls im Haus, kann jedoch weder Miete noch Fleisch bezahlen, so dass sie schließlich ihre Schwieger-Mutter in Zahlung gibt. Im Keller lebt noch ein Frösche und Schnecken Freund, zusammen mit Heerscharen dieser Kreaturen. Zu guter letzt gibt es da noch eine Gruppe von Nicht Fleischessern, die in der Kanalisation lebt, schwarzen Latex trägt und mit Lampen auf dem Kopf durch die Gegend rennt.

Wie man vielleicht sieht, kann man diesen Film schlecht anhand seiner Story beschreiben. Er lebt, wie man zu erkennen vermag zum einen von seinen skurrilen Charakteren. Diese handeln eigentlich alle für sich, was aber im großen Zusammenhang die Story voran bringt. Aber eigentlich ist jede Person für sich genommen schon genial und es macht einfach Spaß ihnen einfach dabei zu zusehen wie sie sind und was sie tun. Außerdem zeichnet der Film sich durch seine liebevolle Ausstattung und die Kulisse aus die zusammen mit den in orange gehaltenen Bildern eine durch und durch groteske Atmosphäre erschaffen. Nur einige wenige Szenen haben einen Grünstich, wie ihn Jean-Pierre Jeunets Nachfolgefilm Stadt der verlorenen Kinder haben sollte. Um noch mal auf den Kannibalismus zu sprechen zu kommen. Dieser dient hier lediglich dem nackten überleben, der Bewohner des Hauses, bzw. der Menschen allgemein. Lediglich der Metzger selbst handelt aus Profitgier und dem Spaß an seinem Job. Louison gehört ebenfalls nicht wissentlich zu den Kannibalen, da er ja selbst die nächste Mahlzeit seien soll.

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