Undead (2003)

Über einem australischen Anglerkaff geht ein Meteoritenhagel hinweg. Das alleine ist schon uncool genug, aber die Tatsache, dass die Meteoriten die Menschen in Zombies verwandeln macht das ganze unlängst komplizierter. In dieser Situation finden sich auf der Farm des von allen als wahnsinnig geltenden Hinterwäldlers Marion eine Gruppe von Leuten zusammen. Diese besteht aus „Miss guter Fang“ Rene, der die Farm einst gehörte, einer kreischenden Schwangeren samt Ehemann und einer Polizistin und ihrem ständig fluchenden und schreienden Vorgesetzten. Als die Zombies das Haus stürmen, schafft es die Gruppe so grade noch in Marions unterirdischen Bunker zu fliehen. Dummerweise gibt es in diesem aber weder Wasser noch Nahrung und zu allem Überfluss setzen die Wehen der Schwangeren ein. Also verlässt die Gruppe wieder das Haus wieder und will mit dem Auto die Stadt verlassen. Dort stellt sei aber fest, dass eine riesige Metallmauer um die Stadt gezogen ist die unüberbrückbar scheint. Und als wäre dass alles noch nicht schlimm genug kommt noch ein seltsamer saurer Regen aus den dunkeln Wolken über der Stadt.

Der Film beginnt recht gut, aber für einen Zombiefilm absolut typisch, mit dem auftauchen der Zombies, macht dann kurzfristig eine kleine Andeutung in Bezug auf Aliens und geht dann Zombiefilm klassisch weiter, indem sich eine Gruppe ganz und gar unterschiedlicher Menschen in einem Haus verschanzt. Aber irgendwie wirkt dass ganze zu übertrieben ohne dabei wirklich lustig zu sein. Der ständig schreiende Bulle nervt mehr, als dass er cool rüberkommt und Marions Gelaber von wegen Auserwählten ist gänzlich unpassend. Die Schwangere erfüllt ihren Zweck ist aber samt ihrem Mann nicht wirklich der innovative Bringer. Und auch Heldin Rene hat keine große Sternstunde, außer der Szene in der sie sich auf Grund des sauren Regens bis auf die Unterwäsche auszieht. Redneck Marion hat gerade mal zwei gute Szenen, in der ersten macht er einen Salto rückwärts um mit seinen Sporen in der Wand hängen zu bleiben und so ein paar Zombies zu erschießen und der zweiten sieht man wie er von ein paar Zombiefischen angegriffen wurde und den ersten Kontakt zu den Aliens hatte. Sonst sind Splatterszenen eher selten. Die, die es gibt sind dafür recht gut gemacht und die Szene in der sich ein Zombie mit der Schaufel die in seinem Kopf steckt selbst die Gesichtshaut abzieht meine ich in dieser Form noch nirgendwo gesehen zu haben. Sonst hat man aber leider schon alles was an Funsplatter möglich ist bei Braindead gesehen. Leider erreicht der Film dessen Spaßwert bei weitem nicht. Dazu hat er zu viele Längen und scheitert bei dem Versuch trashigen Humor zu entwickeln. Der Film ist kein totaler Reinfall aber eignet sich weder als Funfilm, da man sich da besser „Mars Attacks“, „Braindead“ oder „Shaun of the Dead“ angucken kann, oder als richtiger Horrorfilm. Dieses will der Film zwar gar nicht sein aber vielleicht hätte das besser geklappt. Aber wer nun unbedingt einen Film haben will in dem es um Zombies aus dem Weltalle geht, dem sei an dieser Stelle „Plan neun aus dem Weltall“ ans Herz gelegt, denn da sieht man wenigstens, was Qualität ist.

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