Mountain of the Cannibalgod

Jeder der den ersten James Bond Film gesehen hat, kennt sie und liebt sie! Sie ist nicht nur das erste sondern auch unanfechtbar das beste Bondgirl alle Zeiten! Ihr Auftritt in dem sie wie Venus aus dem Meer aufsteigt ist legendär, auch wenn Hale Barry in aufs schändlichste versucht hat zu imitieren!

Die Rede ist ganz klar von Ursula Andress, die in diesem Film die Rolle von Susan spielt, deren Mann irgendwo im Dschungel (wo auch sonst) auf einer Expedition verschwunden ist. Zusammen mit ihrem Bruder Arthur und Professor Edward Foster, der das Gebiet kennt, indem Susans Mann als vermisst gilt, macht sie sich auf ihm. Mit von der Party sind außerdem noch ein paar Helfer und so eine Art Diener vom Prof. Nachdem die gesamt Suchexpedition mittels Hubschrauber dann irgendwo in den Dschungel geflogen worden ist, passiert das erste kleine Unglück. Susan stolpert! Das wäre ja nicht so schlimm, wenn da nicht eine fette Vogelspinne vor ihr rum krabbeln würde. Mit dieser macht der Prof. dann aber kurzen Prozess, was die Träger und die inzwischen zur Unterstützung angeheuerten Eingeborenen jedoch für ein schlechtes Omen halten. Um sich gegen die Mächte des Bösen zu verteidigen wird daraufhin in bester Tiersnuffmanier eine Eidechse geschlachtet und verspeiste. Die Gruppe an sich wird im Anschluss an dieses kleine Dinner direkt ein wenig verkleinert, da sich der Prof. und Arthur auf einmal anfangen sich zu prügeln, woraufhin die eingeborenen das Weite suchen. Kurz darauf erreicht die Gruppe das Meer, von wo man dann mittels Boot auf die Insel fahren kann, wo Ursulas Mann vermutet wird (Warum man nicht gleich mit dem Helikopter dahin geflogen ist und woher auf einmal das Boot kommt hab ich auch nicht so ganz verstanden). Auf der Insel fallen dann die restlichen Helfer einem Krokodil, einer Falle und einem Wilden zu Opfer. Kurz bevor auch Susan von eben so einem aufgespießt werden kann taucht Gott sei dank Manolo auf der den verbliebenen Kern der Gruppe in das Dorf des Missionars Vater Moses bringt. Dort gibt es leider auch nicht lange Frieden, da Arthur mit der Frau eines Dorfbewohners rummacht und auf einmal Wilde im Dorf aufkreuzen. Zudem ereignet sich hier der erste Höhepunkt des Films. Susan zieht sich aus!

So, und wenn wir ganz ehrlich sind, dann ist das doch der Einzige Grund warum man sich diesen Film anguckt (es sei den man ist Kannibalenfilmkomplettist). Denn ein Bondgirl wie Ursula Andress mal nackt zu sehen lohnt sich echt. Zudem ist dieser Film der Beweis, dass es für sie ein Leben nach James Bond gab. Wie man aus der Beschreibung des Films merkt, spielen Kannibalen hier eher eine untergeordnete Rolle. Sie kommen erst im letzten Teil des Films richtig zu Sache, wenn die Gruppe um Susan den „Mountain of the Cannibalgod“ endlich erreicht. Auf dem Weg dorthin fällt zudem der beste Satz des Films. Der sich der Gruppe anschließende Manolo (ob er mit Nachnamen Blahnik heißt, weiß ich jetzt grad nicht) sagt, er würde keine Tiere töten. Denn ein bisschen Tiersnuff gibt es auch noch, wobei es am Drehort zum Glück keine Riesenschildkröten zu geben schien. Gegen Ende wird der Film aber wirklich noch mal besser. Susan wird komplett mit Öl, eingerieben und ein Lustmolch wird standesgemäß kastriert. Bevor es aber dazu kommt hat der Film noch eine richtig schöne Pointe. Den das Grundmotiv, dass ja eigentlich jeder gute Kannibalenfilm hat, ist hier nicht direkt, dass die zivilisierten Menschen die wahren Wilden sind, sondern ihre Habgier. Zudem kann man das ganze, wenn man ganz mutig ist auch als einen Atomkraftfilm sehen. Alles in allem ein echt guter Film, der den Zuschauer eher unterhält als ihn, wie vergleichbare Filme das tun, zu schockieren oder ununterbrochen anzuecken.