The Butterfly Effect

Mit Schmetterlingseffekt bezeichnet man in der Wissenschaft das Phänomen, welches zeigt dass eine minimale Veränderung unvorstellbar große Folgen haben kann. So könnte also auch der Flügelschlag eines Schmetterlings irgendwo anders auf der Welt einen Sturm auslösen, da sich die Verhältnisse ändern. In dem Film geht es jedoch nicht um Schmetterlinge, sondern um die Frage was man tun würde, wenn man die Chance hätte etwas in seinem Leben zu ändern und mit welchen Folgen man dann vielleicht rechnen müsse.

Das ganze beginnt damit, dass ein Mann davon spricht, er müsse dort hin zurück wo alles angefangen habe, weil er es dort vielleicht schaffen könnte „Sie“ zu retten. Hiernach beginnt der eigentliche Film. Evan ist ein ganz normaler Junge irgendwo in den USA, der jedoch ein kleines Problem mit seinem Gedächtnis hat. Ab und zu passiert es ihm, dass er komische Dinge tut und sich nachher nicht mehr daran erinnern kann. So malt er z.B. grausame Bilder oder steht auf einem mit einem Messer vor sei Mutter und hat nachher einen Blackout, ohne zu wissen warum er das Messer in der Hand hat. Um seinem Gedächtnis ein wenig auf die Sprünge zu helfen empfiehlt sein Psychiater ihm Tagebücher zu schreiben. Seine Aussetzer werden hierdurch jedoch nicht weniger. Vielmehr fehlt ihm jede Erinnerung daran, warum er z.B. auf einmal nackt mit seiner kleinen Freundin Kayleigh vor der Kamera ihres Vaters steht oder weshalb ihn sein in der geschlossenen Psychiatrie sitzender Vater erwürgen wollte.

Später geht der Film auch noch die Teenagerzeit Evans ein. Auch hier hat er des öffteren Blackouts und dummerweise passieren diese immer genau, dann wenn gerade irgendetwas Schlimmes passiert zu sein scheint. So erfährt man z.B. nicht was passiert ist, dass Evans Freund Lenny total verstört hat, oder was genau passiert wenn Kayleighs Bruder Tommy auf einmal durchdreht und Evan ans Leder will, weil er und Kayleigh in einander verliebt sind. Irgendwann zieht Evan dann weg, nicht ohne Kayleigh vorher versprochen zu haben zurück zu kommen.

Dieses Zurückkommen scheint er jedoch bis zu seiner Zeit auf der Uni total vergessen zu haben, wo er jetzt über das Gedächtnis forscht und mit einem fetten Satanisten das Zimmer teilt. An seine Vergangenheit wird er erst dann erinnert, als die Braut die er grade aufreißen wollte, während sie unter seinem Bett nach Pornos sucht seine alten Tagebücher findet. Er stellt nun fest, dass er mit Hilfe der Tagebücher die Vergangenheit verändern kann und entschließt sich auch dieses zu tun, als Kayleigh sich, nachdem er sie mit der Misshandlung durch ihren Vater konfrontiert hat, erhängt. Nachdem er die Geschichte so verändert hat, dass Kayleighs Vater sie nie missbraucht hat, wacht er auf einmal neben ihr in einer völlig anderen, perfekten Welt auf, in der er kein ehrgeiziger Student mehr, sondern ein oberflächlicher Kerl in einer Studentenverbindung ist. Diese wirklich Kunterbunte „schöne neue Welt“. Diese schafft er aber durch einen kleinen Unfall zu zerstören, was ihn dazu nötigt, wieder und wieder sein Leben durch das Manipulieren der Ereignissen in seiner Jugend und Kindheit anders zu gestalten.

Was wäre wenn? So könnte der Untertitel des Films lauten und wenn man ihn gesehen hat kann man echt anfangen diese Frage zu stellen. Dadurch dass man sich sehr stark mit Evan identifizieren kann, da man seine Vergangenheit kennt, hat man mit jedem Mal wenn er den Lauf der Geschichte ändern will die Hoffnung, dass am Ende doch alles Gut werden wird. Aber jedes mal, wenn Evan versucht alles, für alle Beteiligten zum Besten zu richten, wird es immer nur noch schlimmer. Die katastrophalen Folgen seines Handels scheinen immer wieder die Menschen die er liebt in schreckliche Situationen zu bringen, so dass er sich doch weiter genötigt sieht es weiter zu versuchen, bis er sein Leben so sehr ruiniert, dass es für ihn keinen Möglichkeit „Sie“ die er liebt zu retten, Opfer zu bringen, welches eigentlich schlimmer als der Tod ist, nämlich das verzichten auf seine Liebe zu Kayleigh.

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